Über 140 Jahre Lorenz sind gleichzeitig über 140 Jahre Friedenau

Oder umgekehrt. Denn das Geschäft der Familie Lorenz existiert genauso lange wie der vielleicht schönste Stadtteil Berlins. Geboren wurde der Stadtteil aus Innovationsgeist: Um der Berliner Wohnungsnot nach dem Deusch-Französischen Krieg zu entkommen, wurde ein Verein zur Aufschließung von Bauland gegründet.

Das gewonnene Bauland wurde am 9. November 1874 zur selbstständigen Land­gemeinde erhoben – mit damals immerhin schon über 1.000 Einwohnern. Einer davon war Reinhard Schulze – der Urur-Lorenz, der im Dezember 1874 eine kleine Uhrmacherwerkstätte in Friedenau übernahm …

Jens Lorenz ist nicht nur Juwelier, sondern auch mit ganzem Herzen Berliner und begeisterter Fotograf. Begleiten Sie ihn auf einem fotografischen Spaziergang durch sein Friedenau und entdecken Sie den Bezirk und seine Gedanken dazu!

Auch wenn es lauschig und ruhig ist – mein Friedenau ist immer am Puls der Großstadt. In wenigen Minuten ist man wieder mitten im weltstädtischen Geschehen.

Tradition heißt nicht, sich Neuem zu verschließen. Auch moderne Bürogebäude reihen sich in das Stadtbild des beschaulichen Hinterhofes von Berlin ein.

Beim genauen Hinsehen öffnen sich dem Betrachter oft unerwartete Türen – wie beim diesem schönen Holzportal in Friedenau.

Friedenau war schon immer eine schöne Gegend zum Wohnen. Besonders schön und typisch finde ich die Mischung aus Stuck und Klinkern. Handwerk und Zuckerguss.

Die Friedrich-Bergisius-Oberschule in Friedenau steht wie eine Burg im Grünen. Generationen von Schülern haben gute und manchmal weniger gute Erinnerungen daran.

Hier wird gelebt: Das zu spüren Alt-Friedenauer genauso wie neu zugezogene. Unerwartete Begegnungen prägen mein Friedenau. Wie diese hier mit einem wundervollen, alten Mercedes.

Die Fontäne in den Cäciliengärten ist für mich wie das blühende Leben. Die klassischen Fassaden in Friedenau sind wie ein Spaziergang durch lebendige Geschichte.

Das Rathaus von Friedenau wurde im 1. Weltkrieg gebaut. Für mich ist es ein Symbol für den Zusammenhalt der Friedenauer.

Echte Eleganz ist zeitlos. Ernst Kolbes Skulptur „Der Morgen“ war Teil der Weltausstellung in Barcelona 1929 und verzaubert mich noch heute jedesmal.

Die Kirche zum Guten Hirten ist so etwas wie die Seele des Ortsteiles. Der imposante Bau thront über Friedenau. Mit so engem Kontakt zum Himmel kann ja nichts schiefgehen.

Der Sintflutbrunnen am Perelsplatz erzählt Geschichten, die mich immer wieder berühren. Ein liebender Mann rettet seine Frau und sich, oben beschützt eine Mutter ihr Kind.

Im Parkcafé am Perelsplatz mache ich gerne eine Pause. Ein Kaffee in der Sonne, ein paar Minuten in der entspannten Parkatmosphäre sind wie Urlaub für die Seele.

Bei meinem Spaziergang gehören die alten Gaslaternen einfach zum Gesamtbild Friedenaus. Sie geben so mancher Stelle ein ganz besonderes Flair.

Ich liebe es, wie man manchmal Schönheit ganz ohne Anlass und Grund findet. So wie hier bei diesem Hauseingang in Friedenau. Schön, einfach so.

Friedenauer Nationalhymne

Komm mit nach Friedenau, da ist der Himmel blau,
da tanzt der Zeigenbock mit seiner Frau Galopp,
da lacht der lieben Kuh der Ochs‘ so freundlich zu.
Komm mit nach Friedenau, da ist der Himmel blau.

Verfasser unbekannt (1880)

Wie eine Fledermaus schaut der Altar der Kirche zum Guten Hirten auf die Schäfchen herunter. Ungewohnte Blicke sind in Friedenau nicht ungewöhnlich.